Ergonomie am Arbeitsplatz

Teil 1 – „Grundsitzliches“

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Sagen wir es ganz offen: Arbeit am Bildschirm ist keine Tätigkeit, die die Evolution für den Menschen vorgesehen hat. Starres Sitzen und anstrengendes Sehen sowie Konzentration über einen langen, reizarmen Zeitraum verlangt der menschlichen Psyche und Physis einiges ab.

Darum ist es um so wichtiger für Unternehmen und Arbeitnehmer, bestimmte Standards am Bildschirmarbeitsplatz einzuhalten und gleichzeitig in eigener Verantwortlichkeit dafür zu sorgen, dass die Arbeit nicht zur Last wird.

Der Gesetzgeber hat schon sehr früh dafür gesorgt, Gesundheitsempfehlungen zur Arbeitsplatzergonomie und -gestaltung in Richtlinien und Gesetzen zu formulieren.

So wurde die EU-Richtlinie 90/270/EWG vom 29.05.1990 im Juli 1996 vom Bundestag in nationales Recht überführt. Die Vorschriften für die Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen werden in Deutschland durch das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchuG) und die Bildschirmarbeitsverordnung (Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit an Bildschirmgeräten – BildschArbV) geregelt.

Hierbei handelt es sich um Mindestvorgaben. Ob diese für die Gestaltung eines ergonomischen Bildschirmarbeitsplatzes ausreichen, hängt von vielen Faktoren ab, z.B. der individuell einstellbaren Höhe des Tisches, der Beinraumfreiheit, der Sehachse zum Bildschirm, dem Lichteinfallwinkel zum Bildschirm, dem eigenen Blickwinkel und und und.

Gesundes Arbeiten hat viel mit Eigenverantwortung zu tun.

Jeder Nutzer kann und sollte die Gestaltungsspielräume am Bildschirmarbeitsplatz nutzen. Ganz bewusst wurden darum im Gesetz viele Faktoren nicht bis ins letzte Detail vorgegeben.

Angesetzt wird in jedem Fall am Raumbedarf eines jeden Bildschirmarbeitsplatzes. Neben einer Mindestbreite für Verkehrswege zum und vom Arbeitsplatz von 80 cm müssen für jeden Arbeitsplatz mindestens 100 cm Bewegungsfreiheit zwischen Schreibtischkante und dahinterliegenden Möbeln oder Wänden zur Verfügung stehen.

Ein zweiter wichtiger Aspekt ist der Lichteinfall von Sonnenlicht. Für Bildschirmarbeitsplätze sind bei unmittelbarem Lichteinfall von außen Blendschutzmaßnahmen wie Rolläden, Markisen oder Sonnenblenden vorgeschrieben. Ob diese innen oder außen angebracht sind, ist nicht festgelegt, wirkt sich jedoch unterschiedlich auf das Raumklima aus.

Sie merken schon: viele Wege führen zum Ziel. Auf dem Weg zur optimalen BAP-Ergonomie möchten wir Ihnen in einer mehrteiligen Serie Empfehlungen und Umsetzungsvorschläge an die Hand geben.

Sollten Sie nicht warten wollen, beraten wir Sie natürlich gerne persönlich, sei es hinsichtlich zukunftsweisender LED-Beleuchtung, rückenschonender Sitzmöbel oder augenfreundlicher Monitore und Displays. Sprechen Sie uns gerne an!

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