Ergonomie am Arbeitsplatz

Teil 2 – „Alles in Reichweite“

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Im zweiten Teil unserer Serie über Ergonomie am Arbeitsplatz widmen wir uns der Anordnung von Arbeitsmitteln und den „richtigen“ Abständen zu Monitoren, Eingabegeräten und Utensilien am Arbeitsplatz.

Wiederum zählt der Gesetzgeber hier mehr auf die Eigenverantwortung des Arbeitnehmers als auf starre Vorgaben, was nur logisch ist, denn jeder Mensch bringt individuelle Merkmale mit, wenn es darum geht, den eigenen Bildschirmarbeitsplatz einzurichten.

Grundsätzlich sollte der Nutzer auf eine natürliche Kopf- und Körperposition achten. Bildschirm, Tastatur und Schulterachse sollten in etwa parallel ausgerichtet sein (Dabei ist auch die Wahl des Sitzmöbels wichtig. Die optimale Sitzposition erörtern wir in einem der folgenden Teile).

Der Bildschirm liegt so im optimalen Blickfeld und einseitige Belastungen werden vermieden. Bei der Anordnung von mehreren Monitoren gilt, dass der Arbeitnehmer sämtliche Displays mit einer Kopfdrehung von maximal 30 Grad nach links und rechts erfassen können muss.

Für die Anordnung von Bildschirm, Tastatur, Vorlagen und anderen Arbeitsmitteln gilt folgende Regel: Der Arbeitsablauf und die individuellen Bedürfnisse des Nutzers bestimmen die „richtige“ Anordnung am Arbeitsplatz.

Der Arbeitsplatz muss diese individuelle Anordnung zulassen, d.h., das Platzangebot muß ausreichend und der Aufgabe angepaßt sein. Dazu sollte der Nutzer die Anordnung der Arbeitsmittel flexibel verändern können.

Was guckst du?

Der angenehme Sehabstand zum Bildschirm ist individuell verschieden. Für die meisten Menschen liegt er deutlich über 50 cm. Das Institut für Arbeitsphysiologie in Dortmund hat zudem festgestellt, daß der als angenehm empfundene Sehabstand bei häufigen Blickwechseln zwischen Bildschirm und Vorlage etwas geringer als bei hoher Bildschirmfixierung ist.

Die Lage der entspannten Sehachse ergibt sich aus einer leichten Kopfneigung nach vorn und einem leicht nach unten geneigten Blick. Nach wie vor werden noch immer Monitore auf das PC-Gehäuse gestellt. Diese Handhabung führt zu einem ungünstigen Blickwinkel und damit zu einer schnelleren Ermüdung der Augenmuskulatur.

Nicht ins Leere greifen

Bei der Anordnung der Arbeitsmittel müssen die natürlichen Greif- und Bewegungsräume berücksichtigt werden. Für kleinere Menschen sollte der Radius des Greifraums für häufig genutzte Arbeitsmittel bei ca. 30 cm liegen (gemessen von der Vorderkante der Tischplatte).

Blendend gelaunt

Zwar brauchen wir am Arbeitsplatz Tages- und fürs Gemüt auch Sonnenlicht. Bei kontinuierlicher Arbeit am Bildschirm verschieben sich hier jedoch die Prioritäten.

Diese Faustregel sollte beachtet werden:

Der maximale Leuchtdichteunterschied innerhalb des direkten Arbeitsbereichs, z.B. zwischen Bildschirm und unmittelbar angrenzenden Flächen sollte nicht größer als 3:1 sein. Die Unterschiede zwischen dem Arbeitsbereich und der Umgebung sollten nicht größer als 10:1 sein. Und immer wenn direktes Tageslicht ins Spiel kommt, sind diese Vorgaben kaum mehr einzuhalten.

Den Bildschirm direkt und ungeschützt ans Fenster zu stellen, ist deshalb grundsätzlich problematisch. Auch ein Fenster hinter dem Arbeitsplatz ist zumeist kontraproduktiv. Wenn möglich, sollte der Lichteinfall durch Fenster in 90 Grad zum Monitor erfolgen.

Im dritten Teil unserer Serie widmen wir uns dem Thema Beleuchtung ausführlich.

Sollten Sie nicht warten wollen, beraten wir Sie natürlich gerne persönlich, sei es hinsichtlich zukunftsweisender LED-Beleuchtung, rückenschonender Sitzmöbel oder augenfreundlicher Monitore und Displays. Sprechen Sie uns gerne an!

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